Die Motivation

Der zunehmende Einfluss der Informationstechnologie (IT) auf viele Bereiche der Gesellschaft und insbesondere auf das Tätigkeitsprofil vieler Berufe, erfordert eine entsprechende Vorbereitung der Studierenden auf die zukünftige, IT-beeinflusste Tätigkeit in Wirtschaft oder Forschung, und eröffnet zugleich neue, wirkungsvolle Möglichkeiten für die Lehre. Dies gilt insbesondere auch für die Naturwissenschaften, die diese Entwicklung angestossen haben und von ihr auch in besonderem Maße profitieren können. In diesem Sinn begreift die  Fakultät für Physik und Astronomie die Einbindung IT-basierter Möglichkeiten bei der Ausbildung von Physikern nicht nur als Chance sondern als Verpflichtung.

 

Die Nutzung

Mit dem SÜDPOL werden mehrere Angebote an die Studierenden erstmals verwirklicht bzw. in stark verbesserter Form weitergeführt. Er bietet erstmals die Möglichkeit, die Lehre konkret auf neue IT-bedingten Bereiche, wie den Umgang mit Online-Bibliotheken, Datenbanken, Software-Biliotheken und weiteren Informationsdiensten auszudehnen. Weiterhin erlaubt der SÜDPOL die Fortführung IT-bezogener Kurse (wie z.B. die "Einführung in die Theoretische Physik", die "Physik mit dem Computer", die "Numerische Methoden der Plasmaphysik" oder auch das "Objektorientierte Programmieren") mit deutlich modernisierter Ausstattung.
Der SÜDPOL ermöglicht den Studierenden zudem die Benutzung von E-Mail, den Zugang zum World-Wide-Web und die Anfertigung von studienbezogenen (Text-)Dokumenten.

Die Entstehung

Konzeption und Umsetzung des neuen multimedialen Seminarraumes der Physik gehen auf eine Initiative von H. Fichtner, G. Hornig, B. Neubacher (Institut für Theoretische Physik) zusammen mit U. Arendt (Computerbeauftragter der Fakultät) und T. Cleve (Institut für Experimentalphysik) zurück. Der Aufbau  wurde aus Mitteln des Rektorats und der Fakultät für Physik und Astronomie finanziert. Der Umbau des früheren Seminarraumes konnte auf Grund der zügigen Bereitstellung der Klimatisierung durch das Dezernat 5 und der Vernetzung durch das Rechenzentrum bis zum Beginn des Sommersemesters 2001 abgeschlossen werden. Seit dem ist der SÜDPOL mit insgesamt 18 Computerarbeitsplätzen, einem  Laserdrucker und einen Datenprojektor den Studierenden zugänglich. Die Software, speziell die Lernsoftware, wird mit Hilfe dreier studentischer Hilfskräfte ständig weiter ausgebaut.

Die Zukunft

Im Rahmen des mittel- und langfristigen Ausbaus des Lehrangebotes können Kurse zu "Computational Physics", zur Computeralgebra, Numerik, Visualisierung und Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse durchgeführt werden, die die unmittelbare Verwendung von IT erfordern. Diese neuen Angebote können durch speziell entwickelte Online-Praktika zum Studium und Selbststudium ergänzt werden.

Darüberhinaus ist der SÜDPOL sehr geeignet, online-basierte Lehrerfortbildungsprogramme durchzuführen, wie es mit dem Kurs "Hands on Universe" bereits im SS 2001 geschehen ist. Schliesslich ist an den Einsatz des SÜDPOLs im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (Breiteninformation, Schülerkontakt, interdisziplinäre Veranstaltungen) gedacht.